Burgruine Schwärzenburg

Ein Ort der Geschichten erzählt von Räubern, Fälschern und Quarzfelsen

Die Schwärzenburg wurde zwischen 1048 und 1060 auf einem Quarzfelsen, der Teil eines 150 km langen Quarzgangs quer durch den Bayerischen Wald führt, erbaut. Diese besondere Lage, einsam und tief im Wald zwischen Strahlfeld und Fronau, macht die Burgruine zum beliebten Ziel für Wanderungen und Ausflüge.

Vorbei an Mauerresten, Gräben und Spuren früherer Gebäude erreichen Sie über eine steile Treppe die kleine Kernburg, die hoch oben auf dem abfallenden Felsen des "Pfahls" thront. Im Innenhof angekommen lockt schon der hohe Wohnturm, in dem einst Falschmünzer ihr Unwesen getrieben haben sollen. Passend, da die Schwärzenburg auf eine dunkle Vergangenheit zurückblickt: Soll doch ihr ehemaliger Besitzer Peter Fronauer in den Jahren ab 1390 sein Auskommen mit Überfällen auf Nürnberger Kaufleute gesucht haben. Den einsetzenden Verfall der Burg konnten aber weder er noch die ihm folgenden Burgbesitzer aufhalten.

 

Die Schwärzenburg wurde in einer Verkaufsurkunde von 1606 bereits als "verfallen und baufällig" beschrieben. Jedoch kam es im Dreißigjährigen Krieg zur endgültigen Zerstörung der Burg. Erst in den letzten Jahren wurden aufwendige und nötige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, um die Reste für Besucher zu erhalten.

Die Schwärzenburg erreichen Sie am Einfachsten über die B 85 oder die B 16 in Richtung Cham. Bei Roding durch die Siedlung Gstetten nach Norden, Richtung Strahlfeld. Wenige Kilometer nach Strahlfeld kommt im Wald rechts eine Abzweigung, die in eine Landstraße mündet. Dort befinden sich Parkmöglichkeiten
Schilder markieren den ca. 2 km Weg langen Weg zum Berggipfel und zur Ruine.

Die Burgruine kann ganzjährig besichtigt werden.